PRESEA

Echtzeitbasierte Seeverkehrsvorhersage

Projektkoordinator

Carsten Hilgenfeldt

JAKOTA Cruise-Systems GmbH

hilgenfeld@fleetmon.com

Förderung

Laufzeit: Juni 2019 - November 2021
Projektträger: Projektträger Jülich

Das Projekt PRESEA wird im Rahmen der Bekanntmachung „Echtzeittechnologien für die maritime Sicherheit“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.


direkte Verbundpartner

  • JAKOTA Cruise-Systems GmbH, Rostock
  • Institut für Sicherheitstechnik / Schiffssicherheit e.V., Rostock

assoziierte Verbundpartner

  • Reederei F. Laeisz GmbH, Rostock, Hamburg
  • synfioo GmbH, Potsdam
  • Daimler AG

Gesamtziele des Verbundes

Moderne Technologien ermöglichen bereits heute die Darstellung von Schiffsbewegungen in Echtzeit auf digitalen Plattformen. Allgemein zugängliche Systeme wie FleetMon, vesselfinder oder marine traffic stellen auf Basis der AIS-Daten der Schiffe entsprechende Übersichten zur Verfügung.

Derzeit werden jedoch nur die gerade jetzt aktuellen Schiffspositionen angezeigt und der Fokus liegt auf der Bestimmung des genauen Standortes eines ausgewählten Schiffes und der Abschätzung seiner Route für wenige Stunden im Voraus. Vorhersagen für ein beliebiges Seegebiet zum gesamten Schiffsverkehrsaufkommen für die kommenden Stunden oder Tage gibt es jedoch nicht. Eine solche Vorhersage-Darstellung des Schiffsverkehrs, beginnend vom gerade gültigen Zeitpunkt bis etwa 14 Tage im Voraus, z.B. in Form von farblich abgestuften Heatmaps, könnte ein wichtiges Hilfsmittel für die gesamte maritime Branche sein.

Durch die Kenntnis des zu erwartenden maritimen Verkehrsaufkommens in den kommenden Tagen kann u.a. die Routenplanung eines Schiffes verbessert werden. Ist z.B. einem Schiff auf dem Weg zum NOK heute bereits klar, dass übermorgen dort mit längeren Wartezeiten zu rechnen ist, so kann es seine Fahrt treibstoffsparend verlangsamen oder die Route kann komplett umgeplant werden, wenn das hohe Verkehrsaufkommen absehbar über eine längere Zeit anhalten wird. Insbesondere für die Trampschifffahrt sind hier ökonomische Vorteile zu erwarten. Eine Abschätzung des zu erwartenden Schiffsverkehrs für Tage im Voraus erleichtert zudem die Personalplanung für Lotsen, Schlepperreedereien, Logistik-Unternehmen und viele andere.

Neben wirtschaftlichen Aspekten kann es auch von sicherheits- und umweltpolitischer Bedeutung sein, Schiffsverkehrsstärken pro Zeiteinheit (Fhrz/ h) und Meeresgebiet vorausschauend darzustellen, z.B. wenn es um die Vorhaltung von Versorgungseinrichtungen, Infrastrukturen und Sicherheitsmaßnahmen geht. Eine Filterung der Vorhersage nach Schiffstypen könnte zusätzliche Informationen liefern. Wenn man also genauer wüsste, wann und wo in den nächsten Wochen besonders viel bzw. welcher Schiffsverkehr zu erwarten ist, könnte man entsprechend mit organisatorischen und technischen Maßnahmen darauf reagieren.

Im Falle von Havarien, die eine Blockierung oder Verengung von Schifffahrtsstraßen zur Folge haben, würde eine Verkehrsvorhersage die Lenkung des Schiffsverkehrs, z.B. im Ein-Wege-System an der Unfallstelle vorbei, deutlich erleichtern.

Nicht zuletzt könnten durch die Vorhersage konkreter Waren- und Personenströme bestimmte Warenketten besser aufeinander abgestimmt werden. Genannt seien hier beispielhaft Bunkervorräte für Schiffe, Kühlkapazitäten und Gefahrgutlagerplätze.

 

Ziel des Projektes ist die softwaretechnische Umsetzung und grafische Darstellung einer echtzeitbasierten Vorhersage des Seeverkehrs mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 90 - 70 % (abnehmend mit immer weiter in die Zukunft reichenden Anfragen). Auf einer online-Plattform soll über eine benutzerfreundliche Oberfläche der zu erwartende Schiffsverkehr zu einem bestimmten wählbaren zukünftigen Zeitraum und in einem bestimmten Seegebiet abgefragt werden können.

Die Darstellung basiert auf der Verknüpfung von aus den AIS-Daten der Schiffe lesbaren Informationen, den Fahrplänen von Feeder-, Linienverkehr-, Fähr- und Kreuzfahrtschiffen und äußeren Einflüssen, wie z.B. Gezeiten durch einen „Big-Data“- Auswerte-Algorithmus. Varianten zur Individualisierung von Nutzungsrechten für verschiedene Zielgruppen sollen vorgesehen werden. Die Darstellung soll sowohl auf PC als auch auf mobilen Endgeräten möglich sein. Das System soll seine Informationen zudem direkt in die Programme von Kunden oder Behörden einzuspeisen können.

 

Telefon

Institut für Sicherheitstechnik /
Schiffssicherheit e.V.

+49 (0) 381 77876 140

Akademie für Schiffssicherheit e.V.
+49 (0) 381 77899 626

Unsere Faxnummer:
+49 (0) 381 77876 142

E-Mail

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Schiffssicherheit e.V.

institut@schiffssicherheit.de

Akademie für Schiffssicherheit e.V.
akademie@schiffssicherheit.de

Anschrift

Friedrich-Barnewitz-Str. 4c
18119 Rostock-Warnemünde
Germany


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